Ausstellung: "Plakate - 43 geklebte Erinnerungen" (1978-2000) etuxx - Muttis Berlinale 2002, schluß mit dem Homofilm

Lesbenwoche, Berlin 1990 [ein Klick auf "NEXT" bringt dich zum nächsten Plakat]
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Die Redaktion sitzt auf dem Trockenen. Nicht nur, dass das Amt der Leitung unseres Kulturhauses seit seiner Eröffnung von niemandem besetzt wurde, nein auch die stellvertretende Kulturhausleiterin, die bisher die Geschäfte hier führte, ist verschollen. Wir nehmen an, es hat was mit ihrer neuen Flamme zu tun. Gerade junges Glück lässt ja gern alte Bekannte warten. Der angekündigte dritte Teil der Ausstellung "Queere Computer, what’s queer? and what’s fiction?" ist es jedenfalls nicht, was sie uns hinterließ. Auf ihrem Tisch lagen nur diese unsortierten Plakate. Der Zettel auf dem Schreibtisch besagte: „Muss noch diesen Monat raus!“ Naja, das machen wir, konnten aber keine Ordnung erkennen; da sind Plakate von 1978 und von 2000, aus Osnabrück und Hamburg, Bochum und Jena, Frankfurt/M. und Bremen ... .

Irgendwie queer, aber dann doch sehr schwul. Da lagen die Skinheadtreffen neben den Lesbenpartys, Anarchie und Sinnlichkeit neben Münchner CSD-Aufrufen, die Schwule, Lesben und Pädophile in einem Atemzug erwähnen; wie lange ist das her? Literatur- und Univeranstaltungen werden beworben wie kleinste Barabende. Wir wissen es nicht. Act up, Homolulu, Queer Nation – Ahoi, Krass, H-Bar? Vielleicht ist auch Deine Geschichte dabei! Beim Durchschauen alter Fotos erinnern sich die meisten ja doch intensiver an alte Zeiten und Seilschaften. Vielleicht ist es das, was unsere stellvertretende Kulturhausleiterin anregen wollte. Sie nannte die Ausstellung auch "43 geklebte Erinnerungen".

PS: Die Plakate gibt es auch mit 8300 anderen auf einer CD , die besten 815 gedruckt im Buch „vorwärts bis zum nieder mit“ (Verlag Assoziation A) für € 25.50 – das Ganze ist eine vierfarbige Geschichtsrevue in 26 Beiträgen quer durch die unkontrollierten Bewegungen der letzten 30 Jahre. Ein Klick auf nebenstehenden Coverausschnitt führt Dich dahin. (Warnung: schneller Internetanschluss notwendig, es sind große Bilder!) Die Zusammenstellung unserer stellvertretenden Kulturhausleiterin, unserem verschollenen DDR-Urgestein, ist etwas homosexualistisch. Außerdem hat sie uns ein Plakat mit untergeschummelt, das wohl nicht in die Reihe gehört – welches nur? Sachdienliche Hinweise an kulturhaus@etuxx.com.       

Info zum Kulturhaus: Das virtuelle Kulturhaus "Ernst Meibeck" eröffnete am 12.12.2001 anlässlich des ersten etuxx-Geburtstags. Wer mehr wissen will, klicke auf nebenstehenden Kopf - das ist ernst gemeint! - Onan erzählt gern die Geschichten von Rio und Ernst, vom Beginn schwuler Cliquenbildung .... . Auch das Kulturhaus hat so eine bequeme etuxx-Diskutiertheke, sie ist aber nur so lange geöffnet, bis die nächste Ausstellung beginnt. Gesucht werden ständig virtuelle Ausstellungen. Vorschläge + Beiträge wie immer an die Redaktion.
radi.OA.ton sagt: Achtung Fälschung: Bei dem Tuntenhaus- und Hoffest Plakat (Nr.31)handelt es sich um eine Fälschung. Das echte Plakat unterscheidet sich von diesem durch ein radi.OA.ton Logo, das sich rechts neben dem Kronenleuchter befindet!  
Klicke auf Next: Auf das kleine schwarze Next unter "Lesbenwoche Berlin 2000"  
Uwe: Ist Plakat Nr. 34 das Subversiv, wo ich letzten Donnerstag war? ??? 10 Jahre??? - Da war ich noch nicht mal out!  
mutti: so sieht's mal aus!  
Nochmal Plakat Nr. 31: und die Jahreszahl ist auch falsch! Genauer gewesen wäre 1997